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Stadt für alle

Festival für
Stadtentwicklung
von Unten.

14. Mai → 03. Juni 2018
in Nürnberg.

Programm

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Stadt für alle Symposium

Donnerstag, 31. Mai - Samstag, 02. Juni | Z-Bau, Frankenstraße 200, 90429 Nürnberg

In Workshops werden praktische und theoretische Werkzeuge vermittelt, um sich die Stadt anzueignen und kreativ mitzugestalten. Am 02.06. findet eine Vortragsreihe mit internationalen Best-Practice und Worst-Practice Beispielen aus der Stadtgestaltung von unten statt. Kreative Akteur*innen und Forscher*innen werden ihre Herangehensweisen an konkreten Projekten präsentieren.

Donnerstag, 31.05. Nordgarten

10.00 Uhr bis 16.00 Uhr → Workshop Bauen für den urbanen Raum
mit dem Urban Lab Nürnberg (Teil I)
Im ersten Schritt werden gemeinsam Bedarfe ermittelt und Ideen für den kleinräumlichen Stadtraum entwickelt. Dazu werden Modelle, z.B. für Stadtmöbel oder urbane Interventionen entworfen. Wir sind gespannt auf eure Ideen!

→ Website des Urban Lab

ab 16.00 Uhr → Gemeinsames Ausklingen mit Snacks aus der Nordgartenküche

Freitag, 01.06. Nordgarten und Seminarraum

10.00 Uhr bis 16.00 Uhr → Workshop Bauen für den urbanen Raum
mit dem Urban Lab Nürnberg (Teil II)
Im zweiten Schritt wird es konkret und die Ideen werden umgesetzt und gebaut. Arbeitsklamotten nicht vergessen!

→ Website des Urban Lab

16.00 bis 20.00 Uhr → Workshop Stadtgestaltung Von Allen für Alle
Mithilfe von Soziokratie 3.0

Zusammen wollen wir erarbeiten, wie jeder Einzelne die Stadt aktiv mitgestalten kann Wir zeigen euch Werkzeuge mit denen ihr zusammen mit anderen Ideen für eine lebendige Stadt umsetzen könnt. Aufbauend auf der Vision von Stadt für alle wollen wir mit euch zusammen Wege finden, wie wir nachhaltige Veränderungen erreichen können. Dabei wollen wir herausfinden welche wichtigen Akteure es gibt. Was diese brauchen um aktiv zu werden und wie wir dies zusammen erreichen können. Soziokratie 3.0 ist eine Sammlung von Prinzipien und Werkzeugen die ermöglicht, dass Menschen achtsam und effektiv zusammenarbeiten. Der Kern hierbei ist, dass jeder sich gleichberechtigt einbringen kann. Moderiert von Sven Latzel werden verschiedene Werkzeuge der Soziokratie 3.0 vermittelt und direkt zusammen angewendet.

→ Website von Sozioktratie.BIZ

ab 20.00 Uhr → N.ORT: Release eines modernen Begegnungsraumes

N.ORT – als Kollektiv aus Architekten, Stadtplanern, Sozial- und Umweltwissenschaftlern verbindet uns die Vision aus Unorten neue Begegnungsorte zu schaffen und die urbane Lebensqualität in diversen Stadtvierteln Nürnbergs zu steigern. Dabei stehen neben der Vitalisierung und Nutzung von ungenutzten Lebensräumen, der bewusste, sowie ökologische Konsum von Ressourcen im Vordergrund. Das Symposium von ‚Stadt für alle‘ bildet den Startschuss für unser Vorhaben! Bei Freiluft-Wohnzimmeratmosphäre wollen wir euch den Abend mit geretteten Lebensmitteln versüßen, mit Kunst und Spiel beglücken, und euch gerne mehr zu unseren geplanten Veranstaltungen erzählen.

→ Facebook der Gruppe N.Ort

Samstag, 02.06. Galerie

ab 10.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr → Vortragsreihe

Die Vortragsreihe zeigt uns an deutschlandweiten Beispielen wie bürgerliche Eigeninitiative und gemeinschaftliches Engagement im städtischen Raum zu unvergleichlichen Projekten führt. Außerdem beleuchtet eine Stimme aus Ungarn, welche unabdingbare Relevanz eine unabhängige bürgerliche Partizipation in einer nachhaltigen Stadtgestaltung hat.

Honorary Hotel und HAL Atelierhaus (Leipzig) Ariane Jedlitschka

Ariane Jedlitschka, Freie Künstlerin und Mitbegründerin des Vereins Helden wieder Willen e.V., gibt uns Einblicke in die Entstehung, die Höhe- und Tiefpunkte, sowie das Treiben rund um das Honorary Hotel und das Hybrid Art Lab Leipzig.

→ Website des Honorary Hotel
→ Website des FabLab Leipzig
→ Honorary Hotel auf Tandem Europe

LOCOP (Budapest/Lodz) (englisch) Szilvia Nagy Deepening Participation: Towards a Sustainable European Capitals of Culture (ECOC)

Local Operators’ Platform (LOCOP) is an independent NGO, specialised in cultural research and advocacy. Through our international network and research lab we aim to critically assess cultural policies and supra-regional funding strategies such as the European Capitals of Culture (ECoC) programme according to their real-life effects for local cultural operators and sustainability. We are organising network meetings, workshops and lectures on participatory practices, cultural sustainability, social economy, evaluation and cultural policy. Szilvia Nagy is a cultural researcher and curator from Budapest, Hungary. She holds an MA in Cultural and Visual Anthropology and currently studies Political Sciences at CEU, Budapest. She is also a PhD Candidate in Film, Media and Contemporary Culture Studies PhD Program, Department of Philosophy at the Eötvös Loránd University, Budapest. The provisional title for her research thesis is “Inclusive Museums in Eastern Europe: Social Networks and Institutional Transformation in the Field of Art” and her research focuses on the transforming institutional background of the art field, especially the structural changes and their analysis by the means of network theories. Her interest in the institutional transformations are closely related with her curatorial approach to present and organise reflective exhibitions, actions, symposiums and workshops on the new developments of institutional critique, and to estimate her curatorial projects with her academic interests. Her curatorial experience is including her work as a project manager and curator at the Miskolc Institute of Contemporary Art (M.ICA) between 2008-2012.

→ Website von LOCOP

Dr. Saskia Hebert (Braunschweig/Berlin) UN/COMMON GROUND

Als Mitherausgeberin des renommierten „FUTURZWEI Zukunftsalmanach 2017/2018“ wird Saskia Hebert Auszüge der "50 Geschichten des Gelingens" aus dem Sammelband vorstellen , die neue Chancen für faire, humane und freie Stadtgesellschaften aufzeigen. Saskia Hebert ist Architektin (Büro subsolar* architektur und stadtforschung) und vertritt die Professur für Transformation Design an der HBK Braunschweig.

→ Website von Subsolar
→ Website des Transformazine

Yalla Yalla - studio for change (Mannheim) Wulf Kramer

Die Zusammenführung verschiedener Akteursgruppen und der interdisziplinäre Austausch mit Fach- und Alltagsexperten spielt in ihrer Arbeit eine zentrale Rolle. Dabei umfasst unser Gestaltungsbegriff neben räumlichen auch soziale und gesellschaftliche Aspekte, die sie mit in ihre Projekte einfließen lassen. Die Arbeitsgebiete spannen von temporären Interventionen und Bauten, gemeinschaftlichen Formen der Raumaneignung bis zur Gestaltung von Prozessen. Kontextbezogenes Wissen, ein innovativer Ansatz und Kreativität bilden dabei die Grundlage für ihre Projekte. Vor diesem Hintergrund entwickeln sie u.a. Aktivierungs- und Nutzungskonzepte für urbane Rest- und Brachflächen, beraten Vereine und Initiativen sowie Verwaltungen bei der Umsetzung ihrer Vorhaben und Prozesse. Yalla Yalla! - studio for change sind Robin Lang und Wulf Kramer aus Mannheim. Das Büro hat sich der Gestaltung von Räumen in unterschiedlichsten Maßstäben verschrieben. Wulf Kramer ist Architekt und absolvierte seinen M.A. in Social Innovation in Krems.

→ Website von Yalla Yalla

Quellkollektiv (Nürnberg) Von der Quelle-Utopie zum heizhaus – Potentiale und Grenzen urbaner Transformation Marga Leuthe, Stephanie Walter und Maria Trunk

Die vierjährige Zwischennutzung des zweitgrößten Leerstandes Deutschlands, des ehemaligen Quelle-Versandhauses, hat die Denk- und Arbeitsweisen vieler junger NürnbergerInnen nachhaltig beeinflusst. Die Quelle war ein Ort der Möglichkeiten für über 200 Menschen und wurde von der Fachwelt als ikonischer Teil einer bundesweiten Bewegung wahrgenommen – Denn brachliegende Industrieareale werden heute in vielen Städten nicht nur zwischengenutzt, sondern auch mit niedrigschwelligen Umbaumaßnahmen so hergerichtet, dass sie Kreative und Kulturschaffende auch langfristig bezahlbar nutzen und beleben können. Diese Entwicklung entsteht aus dem gegenwärtigen und grundlegenden Wandel der Arbeits- und Lebenswelten und der daraus resultierenden Notwendigkeit, Rahmenbedingungen zu verändern. Die Administrative reagiert darauf nur langsam, wodurch Bürger mithilfe ihrer Erfahrungen und Fähigkeiten selbst aktiv werden. Sie werben um Kooperation, arbeiten Hand in Hand mit Architekten, Planern, Stiftungen, Forschern, Entscheidern auf vielen Ebenen der Verwaltungen und Eigentümern. Sie entwickeln Strategien, Sprachen, Methoden, Formate und Artikulationsweisen, damit sie verstanden werden. Sie werden in diesem Prozess gleichberechtigte Akteure zeitgemäßer Stadtteilarbeit und geben dem reflektierten Umgang mit dem Erbe der Industriekultur eine Chance. Der Bedarf und die Notwendigkeit solcher Orte werden mittlerweile auf allen Ebenen erkannt. Kommunen richten unabhängige Koordinationsstellen ein, um zu vermitteln und Leerstände in neue Nutzungen zu überführen, Kulturaktivisten werden zu professionellen Betreibern und Managern dieser Orte - Doch alle Beteiligten stoßen dabei ständig an Grenzen. Oft passt keine Schublade, keine Fördermöglichkeit kommt infrage, und niemand fühlt sich befugt, einzelne Parameter so zu verändern, dass ein solches Projekt langfristig sicher ist. Vor diesem Hintergrund entsteht in Nürnberg im ehemaligen Feuerwehrgebäude der Quelle nun ein solches Projekt, das heizhaus. Es befindet sich im Laborzustand - Seine Macher, 40 Mitglieder des Vereins Quellkollektiv, stemmen das Projekt kollektiv selbstverwaltet, reichten einen Bauantrag trotz ungewisser Mietvertragslaufzeit ein, verhandeln mit Vertretern des Großinvestors des Quellegebäudes der ebenso Eigentümer des heizhauses ist, versuchen gemeinsam mit der Administrative Wege zu finden, sehen sich täglich vor neue und zuvor oft unabsehbare Aufgaben gestellt - doch sie bleiben dran, weil es an Alternativen fehlt, selbstverwaltete Kulturorte in Nürnberg marginalisiert werden, sie zusammen bleiben wollen und der Ort Quelle für eine lebendigen Austausch über Erinnerungs- und Baukultur von großer Bedeutung ist. In diesem Vortrag schildern Marga Leuthe und Stephanie Walter, zwei der Gestalterinnen der Quelle-Zwischennutzung und des heizhauses, ihre persönliche Wahrnehmung der Potentiale und Grenzen ihrer eigenen Aktivitäten als Kulturschaffende. Maria Trunk, Journalistin im Bereich Stadtentwicklung, erweitert ihre Perspektiven um die Entwicklungen über das Schicksal der Quelle und Nürnberg hinaus – Seit 2015 begleitet sie die 80 Mitglieder des Quellkollektivs, Anwohner des Stadtteils Eberhardshof, Forscher aus unterschiedlichen Disziplinen, ähnliche Initiativen und gelungene Projekte in ganz Deutschland, sowie Netzwerke und Administrativen auf kommunaler und internationaler Ebene.

→ Website des Quellkolletiv e.V.

Studio Vertikaler Freiraum (München/Berlin) Isabel Zintl

Isabel Zintl ist studierte Architektin, Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin und unterrichtet an der TU München. 2014 hat sie das Studio Vertikale Freiräume gegründet. Wie sehen unsere Freiräume in Zukunft aus? Wie möchten wir in Zukunft zusammenleben?

 Die Suche nach einem neuen Umgang mit Freiräumen in der Stadt liegt im Fokus des interdisziplinären Diskursraumes Studio für Vertikale Freiräume. Freiräume sind herausgehobene Orte sozialer Interaktion, der Sehnsucht nach Gemeinschaft und der Nähe zur Natur: In ihrer räumlichen Offenheit können Freiräume der Bürgerschaft Möglichkeiten bieten, Formen des Zusammenlebens neu auszuhandeln und zu gestalten - und sind somit für ein gelingendes städtisches Leben unabdingbar. Für die Konzeption und Gestaltung dieser Lebensräume ist ein ganzheitlicher Ansatz ohne Unterscheidung zwischen Freiräumlichem und Gebautem essenziell. Hierbei fungiert der Entwurf - parallel zu Forschung und theoretischer Reflexion - als analytisches und musisches Instrumentarium. Bauliche Umsetzungen als permanente oder temporäre Experimentierräume bieten ergänzend die Möglichkeit, diese Fragestellungen auch konkret im Stadtraum zu formulieren.

→ Website von Vertikaler Freiraum

ab ca. 18.00 Uhr → Podiumsduskussion

N2025 - Welche Chancen und Risiken bringt die Bewerbung Nürnbergs als Kulturhauptstadt für die Subkultur und Prozesse von Unten? Teilnehmer: Jürgen Lehmeier (Büro für Bauform, Nürnberg), Chris Herrmann (Urban Lab, Nürnberg), Maria Trunk (Quellkollektiv, Institut für agewandte Heterotropie), Hans Joachim Wagner (Leitung Bewerbungsbüro N2025, Nürnberg) Siegfried Dengler (Leitung Stadtplanungsamt, Nürnberg) mehr t.b.a (evtl. Wulf Kramer (Yalla Yalla), LOCOP, Dr. Saskia Hebert)

→ Website des Buero für Bauform
→ Website des Urban Lab
→ Website des Instituts für angewandte Heterotopie
→ Website des Bewerbungsbüros Kulturhauptstadt Europas 2025
→ Website des Stadtplanungsamtes Nürnberg

Moderation: Michael Niquè

ab ca. 19.00 Uhr → Ausklingen im Biergarten mit looshyaw & la familia

23.00 Uhr → After-Show HIGH LIFE LOW BUDGET mit Ezrael (xylotrip, Disko Jakuzzi) NPLN DYNMT (Beatbetrieb) Looshyaw (Donuts, sans souci) le:on (humanized, woodhood) Malibu Cherry (HLLB)

→ Facebook-Veranstaltung von HIGH LIFE LOW BUDGET
@stadtfueralle